Fernglas 12x50
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Fernglas 12×50: Was eine 12-fache Vergrößerung tatsächlich bewirkt
Ein Fernglas 12×50 vergrößert zwölfmal und nimmt das Licht über 50-mm-Objektive auf. Das Verhältnis zwischen beiden ergibt eine Austrittspupille von 4,17 mm (50 geteilt durch 12), also den Durchmesser des Lichtstrahls, der auf Ihr Auge trifft. Merke: Mitten in der Nacht öffnet sich die menschliche Pupille auf bis zu 6 oder 7 mm, daher nutzt ein 12×50 nicht das gesamte verfügbare Licht aus, aber 4,17 mm reichen von der Dämmerung bis zur Morgendämmerung völlig aus. Der Dämmerungsindex steigt hingegen auf 24,5 (Wurzel aus 12 × 50) und liegt damit über dem eines 10×42-Modells, das bei etwa 20 liegt.
Der eigentliche Kompromiss bei der 12-fachen Vergrößerung: Reichweite gegen Stabilität
Ab einer 10-fachen Vergrößerung wird das Zittern der Hände im Sichtfeld sichtbar. Das ist physikalisch bedingt: Jede Mikrobewegung Ihrer Arme wird ebenfalls zwölfmal vergrößert. Bei einem 12×50-Fernglas, das freihändig gehalten wird, flackert das Bild, vor allem nach einigen Minuten längerer Beobachtung. Die Faustregel lautet: Ab 12-facher Vergrößerung sollten Sie eine Stütze vorsehen. Die meisten Modelle verfügen über ein 1/4-Zoll-Gewinde unter der Mittelbrücke zur Befestigung eines Stativs oder Einbeinstativs. Ohne diese Stütze verlieren Sie genau den Detailgewinn, den Sie eigentlich gesucht haben.
Für welche Aktivitäten eignet sich das 12×50-Fernglas wirklich?
Das 12×50-Fernglas überzeugt, sobald das Ziel weit entfernt ist und Sie es stabil halten können. Die astronomische Beobachtung ist der relevanteste Anwendungsbereich: Auf einem Stativ montiert zeigen diese Ferngläser die vier Galileischen Monde des Jupiter, offene Sternhaufen wie die Plejaden oder den milchigen Streifen der Milchstraße. Die 50-mm-Öffnung macht den Unterschied bei der Deep-Sky-Beobachtung, wo ein 42-mm-Modell an seine Grenzen stößt.
Beobachtung auf große Entfernungen, Meer und Berge
Um einen Bergrücken zu erkunden, ein Schiff auf hoher See zu verfolgen oder eine Gämse am Hang zu entdecken, bringt die 12-fache Vergrößerung das Motiv deutlich näher. Der Nachteil: ein engeres Sichtfeld als bei 10-facher Vergrößerung, in der Regel zwischen 90 und 105 Metern auf 1000 Meter Entfernung gegenüber 110 bis 120 Metern bei einem 10×42-Fernglas. Sie sehen das Bild größer, aber auf einem kleineren Bereich, was die Verfolgung eines sich bewegenden Objekts erschwert.
Vogelbeobachtung: eine Wahl, die man sich für den Ansitz aufheben sollte
Um es klar zu sagen: Für die aktive Vogelbeobachtung im Wald ist das 12x selten das richtige Werkzeug. Das enge Sichtfeld und das Verwackeln erschweren das schnelle Auffinden eines sich bewegenden Vogels. Dagegen liefert das 12×50 beim Ansitzen aus einem Versteck oder an einem offenen Gewässer, auf einer Stütze abgestellt, Details des Gefieders, die ein 8x niemals zeigen würde. Wenn Sie ein vielseitiges Fernglas für den Einsatz aus der Hand suchen, schauen Sie sich lieber unsere Ferngläser 10×42 an, die bewegungsunempfindlicher sind.
Die richtige Wahl eines 12×50-Fernglases
Die Vergrößerung ist nicht alles. Achten Sie vor allem auf die Linsenbeschichtung: Eine durchgehende Mehrfachbeschichtung (Bezeichnung fully multi-coated) reduziert störende Reflexionen und bewahrt den Kontrast, insbesondere bei seitlichem Lichteinfall. Achten Sie auf den Augenabstand, wenn Sie eine Brille tragen: Wählen Sie mindestens 15 mm, um das gesamte Sichtfeld zu erfassen. Wägen Sie das Gerät auch in der Hand, denn ein 12×50-Fernglas wiegt oft über 800 Gramm – ein Gewicht, das sich nach einer Stunde in der ausgestreckten Hand bemerkbar macht. Um unser gesamtes Sortiment und die anderen verfügbaren Formate zu vergleichen, entdecken Sie die komplette Kollektion der Ferngläser.


